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Löwenkind_online Anregungen
...grauen Tagen etwas Farbe geben
Regenbogenfarbene Überschrift
Farben erzeugen Stimmungen und drücken Gefühle aus - das ist allgemein bekannt.
Je nach Wesen und Wirkung können sie Symbol sein für Gleichgewicht, Harmonie und Ruhe, aber auch Aggression und Wut, Trauer und Melancholie.
Die Möglichkeit, sich über die Symbolsprache der Farben emotional auszudrücken wird seit langem therapeutisch genutzt in der psycho-sozialen Begleitung von Schwerkranken oder als Diagnosemethode.
Auch die Erkenntnis, dass Farben in ihrer Wirkung heilsam sein können, wird oft umgesetzt in der Gestaltung von Behandlungs- und Ruheräumen oder in Meditationstechniken.
In diesem Spielraum soll es jedoch darum gehen, im alltäglichen Umgang mit Farben eine hervorragende spielerische Möglichkeit zu entdecken, graue Tage etwas heller und bunter zu gestalten.
Denn das wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf die Befindlichkeit aus.
Manchmal reicht schon das
Reden über Farben, z.B. über das weite Blau des Meeres oder des Himmels, um sich etwas besser zu fühlen. Denn es ist erwiesen, dass Sprechen über Blau uns langsamer sprechen und tiefer atmen läßt. Probieren Sie es einmal .
Versuchen Sie, an Tagen voll trüber Stimmung, die vielleicht auch noch vorwiegend in geschlossenen Räumen verbracht werden müssen, sich selber und ihre Familie über Farben etwas zu animieren.
Es ist wirklich erstaunlich, wie begeistert gerade Kinder auf alles reagieren, was sich um Farben dreht.
Vielleicht überlegen Sie zunächst gemeinsam, welche Farbe oder welche Farbpalette der Tag bekommen soll.
Und dann kann es losgehen, zum Beispiel schon beim Essen und Trinken.
Farbig essen, trinken oder kochen bedeutet nicht, lediglich alles per Lebensmittelfarbe zu verändern. Das kann man auch machen, aber Paprika, Mais, Melonen, Bananen, Ananas und Eigelb können einen gelben Tag begleiten, dazu vielleicht violette Pflaumen, Auberginen, Trauben, Rotkohl, Rote Beete ... diese Listen lassen sich beliebig weiterführen. (Es gibt sogar eine schöne Kochbuchreihe zu dem Thema).
Auch die Spiele des Tages können farbig sein. Jedes Familienmitglied kann z.B. ein oder zwei Malfarben seiner Stimmung entsprechend auswählen und dann mit Fingern, Pinseln oder Joghurtbechern (mit einem Loch im Boden zum Träufeln) auf einem großen Blatt oder einer Papiertischdecke seine "Kreise ziehen" und in Aktion treten. Man kann dann
Farbmottos ausgeben, z.B. Rot besucht Gelb, Blau hat Grün sehr gern, Orange tauscht gegen Rot, vielleicht möchte Lila das Braun etwas anschubsen. (Doch bitte Vorsicht! Natürlich können so Befindlichkeiten ausgedrückt werden.. Aber geraten Sie nicht gleich in Panik, wenn ein Familienmitglied dunkle Farben auswählt oder bestimmte Mottos nicht annehmen möchte. Nehmen Sie gegenseitig Rücksicht auf ihre Stimmungen und denken Sie daran, hier soll ein spielerischer Spaß im Vordergrund stehen, kein "therapeutisches" Ineinanderdringen).
Wenn die Kinder lieber eine ruhige Stimmung bevorzugen, ist es auch immer wieder zu empfehlen, Mandalas farbig zu gestalten, vielleicht ein großes Familienmandala gemeinsam zu entwerfen. Mit älteren Kindern lassen sich Kleidungsstücke und Tücher nach Wahl einfärben, die dann noch vielen weiteren Tagen ihre Farbe verleihen können.
Auch Spaziergänge lassen sich nutzen, um
Farben zu sammeln, Früchte, Steine, Pflanzen. Es ist meistens ganz erstaunlich, wieviel Farben man finden kann. Daheim lassen sich dann daraus Farbkreise und Muster gestalten, die Konzentration auf die Naturmaterialien tut ein übrigens für die Entspannung.
Der krönende Abschluß eines solchen Tages kann ein
Farbbad nach Wahl sein. Ein Riesenspaß für Kinder, es gibt entsprechende Farben in der Apotheke. Zwar wird in diesem Fall, manchmal auch in Kombination mit ätherischen Ölen, jeder Farbe eine bestimmte Wirkung zugeordnet, aber vielleicht sollte jeder sich selbst ganz spontan entscheiden, mit welcher Farbe er sich von Kopf bis Fuß umgeben möchte.
Hat der Farbtag Spaß gemacht, dann kann jeder einzelne oder auch die ganze Familie vielleicht ein
Farb-Mal-Tagebuch anlegen. So kann einfach etwas öfter auf einem Blatt ausgedrückt werden, welche Farben der Tag haben könnte ... und schon kann es wieder losgehen ...
Wer sich näher und ausführlicher mit diesem Thema beschäftigen möchte, weiterführende Literaturtipps und Adressen sucht, dem sei empfohlen:


Elke Müller-Mees: Farben-heilsam und gesund, München 2000
und für den, der eine etwas esoterisch angehauchte Sichtweise mag

Inge und Gerd Schilling: Symbolsprache Farbe, München 1996
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