Dazwischen

 

During Denise and Herbert's photo shoot.

….should I stay or should I go…

Manchmal ist das Leben für junge Menschen ziemlich kompliziert und unübersichtlich, vor allem in Zeiten vor anstehenden Veränderungen. Dies kann durchaus von Neugierde und Vorfreude begleitet sein, meist aber auch von Angst und Verunsicherung und Zweifeln. Der Abschied von Vertrautem, das erlebte Losgelöst-sein, der Zwischenraum von „nicht mehr und noch nicht“ ist immer anstrengend. Umzug in eine andere Stadt, Trennungen, Schul- oder Jobwechsel, diese Umbrüche sind irgendwann bewältigt. Manchmal wird das Dazwischen aber zum ständigen Begleiter: ein Dasein zwischen verschiedenen Lebenswelten, zwei oder mehreren Familien, zwei Kulturen, einer alten und einer neuen Heimat, zwischen Inklusion und Ausschluss. Dann gehört eine Spannung von der eigenen Person und der Gemeinschaft ständig zum Leben dazu. Je komplizierter unser Leben wird, desto mehr schleicht sich das Dazwischen in alle Lebensbereiche ein: wir leben zwischen vermeintlich zahllosen Entwicklungsmöglichkeiten und persönlich erlebter Ohnmacht, zwischen öffentlich-medialer Selbstinszenierung und Rückzugsbedürfnissen, zwischen Selbstoptimierungszwängen und Versagensängsten.

Vom diesem Gefühl des Dazwischen wollen wir in unserem neuen Filmprojekt erzählen. Um der Vielschichtigkeit des Themas gerecht zu werden und auch Brüche und Widersprüche, Ängste, Wünsche und Visionen zum Ausdruck bringen zu können, sollen diesmal die Grenzen einer reinen Filmvorführung um eine entsprechende räumliche Dimension erweitert werden. Der Raum vor der Leinwand soll bei der Präsentation als Ort der Darstellung mit einbezogen werden, die Filmbilder sollen in einer Lifeperformance von anderen Darstellungsformen ergänzt werden: durch Poetry Slam, Tanz, Pantomine, Theater, Lightpainting…

 

So kann zwischen den Filmbildern und den zusätzlichen Präsentationen eine Art drittes Bild - ein Zwischenraum - entstehen, von dem es wieder einen Film gibt…...

Wer Interesse an dieser Projektarbeit hat, der kann sich vor und hinter der Kamera, als Dramaturg*In oder Regisseur*In einbringen. Wir haben das Produktionsjahr gerade erst gestartet, wer noch mitmachen möchte, der findet nähere Informationen und Kontakt unter info@loewenkind.de

 

Das Projekt wird gefördert von

berliner-projektfonds